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Amnesty ruft zu einer Zweckspendenaktion zugunsten von traumatisierten Flüchtlingen auf

500 000 Euro sollen bis Ende des Jahres zusammenkommen, um die Behandlung von traumatisierten Flüchtlingen zu gewährleisten. Um diese nämlich ist es schlecht bestellt. Bundesweit gibt es lediglich zwei Dutzend Behandlungseinrichtungen für Geflüchtete und Folteropfer, wo jährlich 3600 Psychotherapien durchgeführt werden. Der Bedarf lag 2014 jedoch bei rund 80 000. Im Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin etwa berichtet man von zehnmal mehr Anfragen als vorhandenen Therapieplätzen. Oftmals ist der Zugang zu psychiatrischer oder psychologischer Hilfe zudem verstellt. Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht eine medizinische Versorgung für Asylsuchende nur dann vor, wenn die Erkrankung akut oder lebensbedrohlich ist. Psychische Erkrankungen zählen oft nicht dazu.

Amnesty spielt eine tragende Rolle in der Geschichte der Behandlungseinrichtungen für Geflüchtete und Folteropfer. Im Rahmen der Antifolter-Kampagne 1984 rief unsere Organisation Mediziner dazu auf, sich mit der Kampagne zu solidarisieren, woraufhin sich das internationale Amnesty Health Network konstituierte. Daraus ging auch das weltweit erste Behandlungszentrum für Folteropfer am Nationalen Hospital Kopenhagen - auch als "Amnesty-Klinik" bezeichnet - hervor. Heute existieren 145 solcher Zentren in 70 Ländern weltweit, darunter auch das Behandlungszentrum für Folteropfer (BFU) in Ulm, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Was sich in den vergangenen 20 Jahren nicht geändert hat, ist der Kampf um die Finanzierung der Zentren. Knapp ein Drittel der Kosten des BFU sind durch einen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg gedeckt, die verbleibende Summe muss über kommunale und kirchliche Mittel, Förderer-Beiträge, Spenden und die Unterstützung von Amnesty finanziert werden. Insgesamt ist die finanzielle Lage der psychosozialen Behandlungszentren für Folteropfer defizitär. Derzeit bietet eine zeitlich begrenzte Zusatzfinanzierung die einzige Chance für viele Hilfesuchende, und so lange mit keiner staatlichen Förderung zu rechnen ist, wird die Situation der Zentren mittelfristig auch schwierig bleiben. Deshalb setzt Amnesty nun ein Zweckspendenprojekt auf, das am 1. Dezember anlief. Amnesty verpflichtet sich, die im Rahmen dieses Projekts eingenommenen Spenden nicht zur Finanzierung anderer Amnesty-Aufgaben heranzuziehen, sondern 1:1 den Behandlungszentren zukommen zu lassen

Spendenkonto:
Amnesty International
DE23370205000008090100
BFSWDE33XXX
Verwendungszweck: Hilfe für traumatisierte Flüchtlinge / 6401

 
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„Ich war 13 Jahre im Gefängnis. Zwei Jahre davon im Todestrakt. Ich wusste nicht, ob ich sterben würde. Es war wie ein langer, dunkler Tunnel. Aber die Arbeit von ai hat mich getröstet und mir Mut gemacht. Ich weiß, dass ai mir das Leben gerettet hat.“

Kim Song-Man, ehemaliger politischer Gefangener aus Süd-Korea

„Dass ai meinen Fall bekannt gemacht hat, war ein großer Schutz. Ich bin überzeugt, dass dies der Grund war, weshalb man mich im Gefängnis nicht misshandelt hat.“

Armando Valladares, freigelassener politischer Gefangener aus Kuba

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