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Abgeschlossene Aktionen 2008


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Protestaktion gegen die Menschenrechtsverletzungen an Roma in Italien

"Angriffe auf Einwanderer durch Bürgerwehren geschehen eben, wenn Zigeuner Babys stehlen oder wenn Rumänen Sexualverbrechen begehen"
Roberto Maroni, italienischer Innenminister, The Times, 29. Mai 2008

Mit Äußerungen solcher Provenienz schüren italienische Politiker und Beamte derzeit ein Klima der Angst und des Hasses gegen die ethnische Minderheit der 140 000 bis 170 000 in Italien lebenden Roma. Zudem verletzt das 2008 verabschiedete Dekret-Gesetz 92/08 die gesetzlich verbürgten Rechte der Roma, zu deren Einhaltung sich Italien unter anderem in Artikel 11 des Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verpflichtet hat.
Die Folgen sind gewalttätige Übergriffe auf Angehörige der Roma, Rassendiskriminierung (beispielsweise die Abnahme von Fingerabdrücken bei Zählungen in Roma-Siedlungen), teilweise unangekündigte Zwangsräumungen, die Anerkennung des Status eines illegalen Einwanderers als strafverschärfenden Faktor und nicht zuletzt Ausschreitungen durch selbsternannte Bürgerwehren, wie zuletzt geschehen in Ponticelli.

In einem Appellbrief an den italienischen Innenminister Roberto Maroni verurteilt Amnesty Herrenberg die Vorkommnisse in Italien auf's Schärfste und fordert die Regierung zu einer Stellungnahme und umgehenden Maßnahmen zum Schutz der Roma auf.

Möchten auch Sie sich für die Roma einsetzen?
Informieren Sie sich anhand des Essays Schluss mit der Hexenjagd auf Roma.doc detailliert über den Umgang der italienischen Regierung mit der ethnischen Minderheit der Roma.
Protestbriefe sind zu richten an:

Sig. Roberto Maroni
Ministro degli interni
Palazzo Viminale
Via Agostino Depretis 7
00184 ROMA
Italia

Ist Ihre Zeit knapp bemessen? Dann nutzen Sie die Vorlage der Postkarte Postcard - Italy - Roma.pdf, die Sie unterschrieben und mit Ihrem Fingerabdruck versehen an Innenminister Maroni versenden können.

 

10. Dezember 2008, 20.00 Uhr: Vortrag des exil-iranischen Autors Kazem Hashemi zum Thema „Fundamentalistischer Terror und Menschenrechte“ in der VHS Herrenberg.

Folter, Bombenattentate, Todesstrafe: Der fundamentalistische Terror zeigt sein grausames Gesicht auf unterschiedliche Weise. Er ist nicht nur religiös motiviert, sondern vielfach politisch. Seine Wirkung auf die Menschenrechte ist massiv und zerstörerisch. Kazem Hashemi, Autor themenbezogener Bücher und Artikel, referierte über diesen Zusammenhang anhand historischer Ereignisse, eigener Erfahrungen und aktueller Geschehnisse und lud anschließend zu einer Diskussion über das brisante Thema ein. Hashemi wurde 1955 im Iran geboren und lebt seit 1976 in Deutschland. 1979 kehrte er vorübergehend in seine Heimat zurück, in der Hoffnung, dass nach dem Sturz der Schah-Diktatur der Iran den Weg in die Rechtstaatlichkeit einschlagen würde. Enttäuscht von der Entwicklung kehrte er bald nach Deutschland zurück und lebt heute bei Tübingen. Sein jüngstes Werk zum Thema Terror und Menschenrechte trägt den Titel „Todesstrafe: Auge um Auge“.

Vortrag Menschenrechte Vortrag Menschenrechte
Vortrag Menschenrechte Vortrag Menschenrechte
 

28. Juni 2008: Infostand zum Schwerpunktthema China und Menschenrechte mit Unterschriften-Aktion und Waffelverkauf am Herrenberger Bronntor.

Infostand
Infostand