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Abgeschlossene Aktionen 2012


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Für eine Welt ohne Folter

Waterboarding zur Amtszeit George W. Bushs, Peitschenhiebe in den Folterkammern des Iran oder Scheinhinrichtungen während des Irak-Kriegs – Folteropfer leiden oft für den Rest ihres Lebens unter den Folgen massiver körperlicher und psychischer Erniedrigungen. Auch unsere Betreuungsgefangenen Azam Farmonov und Alisher Karamatov sind Opfer grausamer und unmenschlicher Behandlung in usbekischen Gefängnissen. Dabei existiert seit 1983 mit der Antifolterkonvention der Vereinten Nationen ein völkerrechtlich verbindliches Folterverbot.

Am 3. November 2012 klärten wir an unserem Infostand vor der Spitalkirche Passanten über die Forderungen Amnesty Internationals zur Abschaffung der Folter auf und sammelten außergewöhnlich viele Unterschriften für Azam Farmonov und Folteropfer in Bahrain: 170 Mal schenkten uns die Herrenberger ihre Stimme gegen Folter – ein neuer Rekord! Bei allen Teilnehmern bedanken wir uns herzlich für dieses starke Signal!

OhneFolter
 

Amnesty International – Was tun die so?

In geselliger Runde stellten Marianne Pfeiffer, Martina Bendl und Lucia Leidenfrost am 10. Oktober 2012 die Arbeit der Herrenberger Amnesty-Gruppe vor: Auf Einladung des Frauencafés SICHTBAR referierten sie in der Galerie der Volkshochschule zum Thema „Amnesty International – Was tun die so?“. Darüber hinaus informierte Lucia Leidenfrost über ein Thema, das auch noch nach 51 Jahren der Menschenrechtsarbeit nichts an Brisanz verloren hat: die Todesstrafe und wie sie zu beseitigen wäre. Marianne Pfeiffer sprach über unsere beiden Betreuungsgefangenen Alisher Karamatov und Azam Farmonov. Aufmerksam verfolgten die Frauen die einzelnen Beiträge und stellten interessiert Fragen.

 

Hände hoch für Waffenkontrolle!

Hier haben Sie die Möglichkeit, sich online mit einer Unterschrift für eine Kontrolle des weltweiten Waffenhandels einzusetzen.

 

Vortrag: Rüstungstransfers - Der globale Handel mit dem Tod und die historische Chance des Arms Trade Treaty

Zwar existieren internationale Regeln für den Handel mit Bananen und Dinosaurierknochen, nicht jedoch für den Import, Export und Transfer von Waffen. Für die Bevölkerung in Konfliktregionen wie Syrien oder dem Kongo endet diese Praxis oft tödlich. Nach Angaben des Heidelberger Instituts für internationale Konfliktforschung gibt es derzeit knapp 40 hochexplosive Krisenherde auf der Welt. Unverantwortliche Rüstungstransfers tragen maßgeblich zur Eskalation solcher gewaltsamer Auseinandersetzungen bei und befördern schwere Menschenrechtsverletzungen. Deshalb verhandelt momentan eine Konferenz der Vereinten Nationen in New York über einen Arms Trade Treaty zur Regelung des internationalen Handels mit Rüstungsgütern.
Amnesty Herrenberg beteiligt sich an der Kampagne „Hände hoch für Waffenkontrolle“ und lud am 11. Juli 2012 um 20 Uhr zu einem Vortrag ein: Kai Hüwelmeyer, Rüstungsexperte der Amnesty-Hochschulgruppe Tübingen, zeigte im Gewölbekeller des Klosterhofs die Problematik und Dimension der internationalen Rüstungstransfers auf und stellte aktuelle Ansätze zu einer schärferen Kontrolle vor.

 

Info-Stand am 30. Juni 2012

Am letzten Samstag im Juni informierte Amnesty Herrenberg bei sehr gutem Wetter in der Altstadt über die Bedeutung eines Arms Trade Treaty zur Kontrolle des Waffenhandels. 66 Unterschriften konnten wir dieses Mal sammeln. Sobald der Vertrag im Herbst unterzeichnet wird, soll mit diesen Stimmen Druck gemacht werden, damit Deutschland den Vertrag rasch ratifiziert und sich bei anderen Staaten dafür einsetzt.

 

Halil Savda ist frei!

Die Unterstützer der Herrenberger Amnesty-Gruppe hatten sich im Rahmen der Februar-Aktion „Briefe gegen das Vergessen“ für den Kriegsdienstverweigerer Halil Savda eingesetzt. Wegen „Entfremdung der Bevölkerung vom Militärdienst“ war der Menschenrechtler Anfang des Jahres 2012 zu einer 100-tägigen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte sich 2006 an einer Solidaritätsaktion mit Kriegsdienstverweigerern in Israel beteiligt. Im April ist er nun vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Savda darf derzeit seine Heimatprovinz Diyarbakir aber nicht verlassen und muss sich täglich auf der Polizeiwache melden. Amnesty-Türkei-Expertin Amke Dietert sagte: „Bedauerlich ist, dass die Türkei das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nach wie vor nicht zugesteht und allein die Forderung nach Einführung dieses Rechts unter Strafe stellt. Auch Halil Savda kann jederzeit erneut inhaftiert werden, wenn er sich weiterhin für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung einsetzt.“ Insgesamt verbrachte Savda in den vergangenen Jahren 17 Monate im Militärgefängnis. Rund 500 Postkarten und Briefe erhielt er während seines letzten Gefängnisaufenthalts, berichtet Savda. Unterstützer aus der Türkei und Amnesty-Aktivisten hatten ihm auf diese Weise Mut zugesprochen. (Quelle: Amnesty Journal 06/2012)

 

Einschüchterung von Exil-Syrern

Die syrische Regierung übt nun offenbar auch Druck auf Exil-Syrer aus. Beteiligten diese sich in Europa und Übersee an Demonstrationen und Protestaktionen, mussten sie mit Einschüchterungen, Drohungen und Belästigungen rechnen. Wurden sie auf Videos identifiziert, sahen sich ihre Familienangehörige in Syrien Verhaftung, Misshandlung oder Folter ausgesetzt.

Fordern Sie ein Ende der Drangsalierungen! Beteiligen Sie sich an unserer Online-Petition.
Nähere Informationen gibt es hier (Deutsch) und hier (Vollversion auf Englisch).

Syrien-Experte Neil Sammonds von Amnesty International erklärt, wie politisch aktive Exil-Syrer und deren Familien in Syrien bedroht werden (Englisch):

 

Die Hälfte des Lebens im Gefängnis – Patrick Okoroafor ist frei!

Nach 16 Jahren Haft ist Patrick Okoroafor seit dem 30. April 2012 wieder in Freiheit. Seine Schulausbildung fortsetzen und Jura in Großbritannien studieren will der inzwischen 31-Jährige, um zu Unrecht inhaftierte Gefangene vor Gericht verteidigen zu können: „Die Hälfte der Häftlinge in den nigerianischen Gefängnissen ist unschuldig“, glaubt der Nigerianer. Er selbst trauert um seine eigene verlorene Jugend.
Nachdem Patrick Okoroafor im Alter von 14 Jahren wegen Raub und Entführung festgenommen wurde, verurteilte man ihn zwei Jahre später trotz Unschuldsbeteuerungen zum Tode. Aufgrund seines jugendlichen Alters wandelten die zuständigen Behörden dieses Urteil jedoch wenige Monate später in lebenslange Haft um, 2001 in eine unbefristete Haftstraße „nach Belieben des Gouverneurs“. Im Jahr 2009 schließlich setzte man seine Haftstraße auf zehn Jahre fest. Nigerianische Häftlinge sind auf finanzielle Hilfen ihrer Angehörigen angewiesen: Mit diesem Geld kaufen die Gefängniswärter ihnen Lebensmittel.
Amnesty Herrenberg hatte sich im Jahr 2008 für Patrick Okoroafor im Rahmen der Aktion „Briefe gegen das Vergessen“ eingesetzt. Während seiner Inhaftierung erhielt der Nigerianer mehr als 10 000 Karten und Briefe aus aller Welt.
(Quelle: Amnesty Journal 10/11 2012)

  

Brot und Rosen – auch Amnesty Herrenberg ist mit dabei

Am 9. März 2012 beteiligte sich Amnesty Herrenberg zum ersten Mal an der Herrenberger Veranstaltungsreihe “Brot und Rosen” anlässlich des Weltfrauentags. Während Herrenberger Gemeinderätinnen auf den geringen Anteil von Frauen in der Politik aufmerksam machten und die ver.di-Landesfrauensekretärin Gabriele Frenzer-Wolf über ein Modell zur Beseitigung der Entgeltdiskriminierung sprach, veranschaulichten unsere Gruppenmitglieder Martina Bendl und Lucia Leidenfrost, wie sich die Frauen der preisgekrönten Menschenrechtsorganisation „Women of Zimbabwe Arise“ (WOZA) für ihre Rechte einsetzen. Nette Gespräche konnten sie im Anschluss des Programms führen und außerdem einige Unterschriften sammeln. Mit lateinamerikanischen Rhythmen der Gruppe „Le Cascade“ klang der informative und zugleich unterhaltsame Abend im Studio der Musikschule aus.

 

Katholischer Gottesdienst mit Amnesty

Am 4. März 2012 umrahmte Amnesty Herrenberg einen katholischen Gottesdienst mit Pfarrer Mbimbi-Mbamba im Gemeindezentrum St. Martin. Dabei erläuterten wir unsere Arbeit, stellten unsere Adoptionsgefangenen Azam Farmonov und Alisher Karamatov vor und riefen im Rahmen der Fürbitten die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Erinnerung. Interessierte versorgten wir im Anschluss an einem Stand im Freien mit weiteren Informationen.
Wer übrigens unsere Plakatausstellung in der Stadtbibliothek im vergangenen Jahr verpasst hat, findet jetzt noch einmal Gelegenheit, sie zu sehen. In den kommenden Wochen schmücken die Poster zum 50-jährigen Bestehen unserer Organisation die katholische Kirche St. Martin.

Amnesty Herrenberg bei der JV 2012 in Ulm

 
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